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    Arbeitszeugnis-Noten 1–6: Die Schweizer Skala im Detail

    Aktualisiert am ·6 Min. Lesezeit

    In der Schweiz wird das Arbeitszeugnis nach einer Skala von 1 bis 6 codiert – analog zum Schulnotensystem. Was viele nicht wissen: Es gibt für praktisch jede Bewertungsdimension festgelegte Standardformulierungen, deren exakte Wortwahl die Note bestimmt.

    Note 6 – Sehr gut

    «Stets zu unserer vollsten Zufriedenheit», «ausserordentlich umfassend und fundiert», «in jeder Hinsicht vorbildlich». Note 6 wird sparsam vergeben und ist ein klares Top-Signal.

    Note 5 – Gut bis sehr gut

    «Stets zu unserer vollen Zufriedenheit», «umfassend und fundiert, stets überzeugend», «stets einwandfrei». Gute bis sehr gute Bewertung, in der Praxis die obere Marktnote.

    Note 4 – Gut

    «Zu unserer vollen Zufriedenheit», «gutes Fachwissen, gekonnt eingesetzt», «einwandfrei». Solide, aber ohne den Verstärker «stets» – die häufigste Note in Schweizer Zeugnissen.

    Note 3 – Befriedigend

    «Zu unserer Zufriedenheit», «solides Fachwissen», «korrekt». Klingt freundlich, ist aber bereits unterdurchschnittlich und in vielen Branchen ein No-Go für Bewerbungen.

    Note 2 – Genügend

    «Im Grossen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit», «Grundkenntnisse», «meist korrekt». Die Einschränkungen wie «im Grossen und Ganzen» oder «im Allgemeinen» sind hier das Schlüsselsignal.

    Note 1 – Ungenügend

    «Hat sich bemüht», «zeigte Verständnis für die Arbeit», «bemühte sich, das Fachwissen zu erweitern». Diese Formulierungen klingen freundlich, sind aber die Bestätigung, dass nichts oder wenig geleistet wurde.

    Häufig gestellte Fragen

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